Ist künstliche Befruchtung ab 40 noch erfolgreich?

Date: 2018-01-19 20:54

Das Deutsche IVF-Register veröffentlicht zum Zweck der Qualitätssicherung seit 6996 Daten aus dem Bereich der Reproduktionsmedizin. Neben fachlichen Informationen bietet die Seite unter der Rubrik „Zentren“ eine umfangreiche Liste von Kliniken und Praxen in Deutschland, die im Bereich der Reproduktionsmedizin tätig sind.

UniversitätsKlinikum Heidelberg: • Infertility clinic/IVF

So führen extremes Über- oder Untergewicht bei Frauen und Männern zu Hormonveränderungen. Das gilt auch, wenn sie allzu exzessiv Sport treiben. Wer viel raucht und viel Alkohol trinkt, büßt auch ebenfalls an Fruchtbarkeit ein. In den letzten Jahren häuften sich Meldungen, wonach sich die Spermienqualität der Männer generell verschlechtert habe. Die Ergebnisse seien aber nicht eindeutig. Von Wolff rät zur Vorsicht bei der Interpretation solcher Verlautbarungen. Allerdings leide die Samenqualität durch Überwärmung der Hoden zumindest vorübergehend durch übertriebene Sportbegeisterung, zu enge Hosen, harte Fahrradsattel und ausgiebige Saunagänge.

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Vitrifikation: Die Vitrifikation ist eine Technik, bei der Eizellen oder Embryonen extrem schnell mit Hilfe von flüssigem Stickstoff eingefroren werden. Dieses Verfahren ermöglicht uns, auch unbefruchtete Eizellen und Embryonen erfolgreich einzufrieren. Die Vitrifikation wird als Zusatzleistung angeboten.

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Im Jahr 7557 wurden 69578 Behandlungen mit diesen Verfahren durchgeführt, weit weniger als vor der Gesundheitsreform. Allein die Quote der klassischen IVF-Therapie hat sich – wohl infolge der Zuzahlung aus eigener Tasche – seither halbiert. Auffallend zugenommen hat hingegen der Embryotransfer mit vorher tiefgefrorenen Eizellen. Viele Paare lassen aus Kostengründen überzählig entstandene Eizellen nach Hormonstimulation einfrieren, um sich weitere Möglichkeiten des Embryonentransfers offenzuhalten. Pro Transfer werden Schwangerschaftsraten von etwa 85 Prozent und knapp 75 Prozent bei der Verpflanzung von vorher eingefrorenen Eizellen erzielt.

Eine IVF-Behandlung ist sehr komplex und garantiert keinen Erfolg. Jeder einzelne Schritt kann misslingen. Dann tut eine Pause gut, um seelisch und körperlich wieder zu Kräften zu kommen und in Ruhe zu überlegen, wie es weitergeht.

IVM = in vitro Maturation: Die IVM ist ein Verfahren, bei dem nach einer nur kurzen hormonellen Stimulation unreife Eizellen aus den Eierstöcken entnommen, gereift, befruchtet und in die Gebärmutter zurückgesetzt werden. Diese Technik ist besonders bei Frauen bis zu einem Alter von max. 87 Jahren mit polyzystischen Eierstöcken geeignet.


Im Dezember zeigte der Test dann endlich: schwanger. Wenn alles gut geht, wird im kommenden August der Traum vom eigenen Kind wahr.

Nach dem Transfer folgte wieder eine Hormonstimulation – mit allen Nebenwirkungen. Und dann zweimal das niederschmetternde Ergebnis: Es hat wieder nicht geklappt. Einen Versuch wollten die Nitzschkes trotz der finanziellen Belastung noch wagen. 9555 Euro hatten der Altenpfleger und die Rechtsanwaltsgehilfin bereits in den Traum vom eigenen Kind investiert. Die junge Frau war bereit, die Nebenwirkungen der assistierten Befruchtung noch einmal zu ertragen.

In weniger als zehn Prozent wird keine organische Ursache gefunden. „Dann ist es eben psychisch“, wird gerne gefolgert. Doch der Einfluss der Psyche auf die Unfruchtbarkeit wird Wischmann zufolge überschätzt. Alte Theorien, wonach Frauen, die nicht schwanger werden, unbewusste Ängste vor Schwangerschaft und Elternschaft hätten, seien nicht mehr haltbar. Auch der immer wieder postulierte Zusammenhang von Stress und Unfruchtbarkeit sei noch unklar. Gut gemeinte Ratschläge wie „Macht mal locker, dann klappt es schon“, basierten nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Wenn Paare sich erst spät für ein Kind entscheiden, muss Mutter Natur manchmal mit einer künstlichen Befruchtung unter die Arme gegriffen werden. Studien haben nun erforscht, ob das Alter für den Erfolg dieser Maßnahme eine Rolle spielt.